top of page

Warum Sichtbarkeit manchmal zuerst einen Reset braucht


In den letzten Jahren habe ich mit so vielen Frauen über Stil, Kleidung und Wirkung gesprochen und fast immer ging es irgendwann um viel mehr als nur um Mode.

Es ging um Veränderungen, neue Lebensphasen und um das Gefühl, sich selbst irgendwie verloren zu haben. Diesen einen Satz höre ich immer wieder:

„Eigentlich habe ich genug Kleidung, aber trotzdem fühle ich mich morgens überfordert.“


Ich persönlich glaube ja, genau das beschreibt unsere Zeit gerade ziemlich gut:


Wir leben in einer Welt voll mit ständig neuen Eindrücke - ich vergleiche es gern mit der Sendung: "Am laufenden Band", kennst du sie noch? Ständig sehen wir neue Trends, neue Empfehlungen, neue „Must-haves“, neue Meinungen darüber, wie Frauen sichtbar sein sollten.

Gleichzeitig verändert sich unser Alltag immer schneller. Viele Frauen tragen Verantwortung im Beruf, kümmern sich um Familie, Eltern, Partnerschaft, Business oder all die kleinen Dinge, die nach außen oft niemand sieht und irgendwann wird selbst der eigene Kleiderschrank zu einem weiteren Ort voller Entscheidungen.


Dabei wünschen sich die meisten Frauen gar nicht noch mehr Kleidung. Sie wünschen sich Klarheit;

sie wünschen sich Outfits, die funktionieren und Kleidung, die sich wirklich nach ihnen anfühlt. Viele meiner Kundinnen wünschen sich einen Kleiderschrank, der morgens nicht schon Energie kostet und genau deshalb glaube ich, dass ein Kleiderschrank manchmal viel mehr ist als ein Ort für Kleidung.


Er zeigt uns oft ziemlich ehrlich, wie wir gerade leben.

Ob wir festhalten oder ob wir uns verstecken. Ob wir uns noch an eine alte Version von uns klammern oder ob wir eigentlich längst bereit wären für etwas Neues.


Gerade Frauen in der Lebensmitte spüren das häufig sehr deutlich. Der Körper verändert sich. Die Ausstrahlung verändert sich. Vielleicht verändert sich auch die berufliche Rolle oder die Art, wie sie wahrgenommen werden möchten. Ganz langsam merken wir (ja, ich zähle mich auch zur Zielgruppe) funktionieren die alten Outfits nicht mehr so richtig — obwohl sie früher einmal gepasst haben.


Viele Frauen reagieren darauf mit noch mehr Einkäufen.

Noch eine Bluse. Noch eine Jeans. Noch ein Kleid. Manchmal in der Hoffnung, dass dieses eine Teil endlich alles leichter macht. Doch oft entsteht dadurch noch mehr Unruhe.


Denn mehr Kleidung bedeutet nicht automatisch mehr Stil und auch nicht mehr Sichtbarkeit.

Manchmal passiert sogar das Gegenteil: Je voller der Schrank wird, desto weniger sehen wir uns selbst darin. Ich kenne das übrigens auch aus meinem eigenen Leben.


Früher hatte ich viele hochwertige Einzelteile im Schrank und trotzdem oft das Gefühl, dass nichts wirklich zusammenpasst. Ich dachte lange, ich müsste einfach „besser kombinieren“ oder noch mehr besitzen. Heute weiß ich: Mir hat damals keine neue Kleidung gefehlt. Mir hat Klarheit gefehlt.

Die Klarheit darüber, was wirklich zu mir passt. Zu meinem Alltag. Zu meinem Körper. Zu meiner Persönlichkeit. Und auch zu der Frau, die ich heute bin.

Deshalb glaube ich inzwischen:

Sichtbarkeit beginnt nicht erst auf einer Bühne oder auf Social Media; sie beginnt viel früher.


Vielleicht morgens vor dem Spiegel. In diesem kleinen Moment, in dem du dich anschaust und entweder sofort wieder etwas an dir korrigieren möchtest oder plötzlich spürst:

„Ja. Genau so fühle ich mich gerade wohl und so möchte ich mich zeigen“


Dieses Gefühl hat nichts mit Perfektion zu tun, es hat vielmehr etwas mit Ehrlichkeit zu tun.

Ja, und manchmal braucht es dafür zuerst einen Reset.


Keinen radikalen Neuanfang. Keine perfekten Capsule Wardrobes. Keine komplizierten Stilregeln.

Sondern einen bewussten Moment des Hinschauens.


Was passt eigentlich heute noch wirklich zu mir? Welche Kleidung trage ich nur aus Gewohnheit?Welche Teile erzählen noch eine alte Geschichte über mich? Und wie möchte ich mich eigentlich fühlen, wenn ich morgens das Haus verlasse?


Genau aus diesen Gedanken heraus ist mein BE YOU AND BLOOM KleiderschrankReset entstanden.

Nicht als schneller Ausmist-Kurs, sondern als bewusste Begleitung zurück zu mehr Ruhe, Übersicht und einem ehrlichen Yes-that’s-me-Gefühl.


Mir war wichtig, einen Kurs zu entwickeln, der Frauen nicht unter Druck setzt. Deshalb arbeiten wir Schritt für Schritt direkt am eigenen Kleiderschrank. Mit klaren Videos, Reflexionsfragen, einfachen Embodiment-Übungen und vielen praktischen Impulsen aus meiner Arbeit mit über 150 Frauen.

Denn ich glaube nicht daran, dass Frauen perfekt aussehen müssen.

Ich glaube vielmehr daran, dass Frauen sich wieder wohler fühlen dürfen. Klarer. Leichter. Mehr bei sich selbst.

Manchmal beginnt genau dort eine ganz neue Form von Sichtbarkeit und ein ehrliches Lächeln vor dem Spiegel.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare


bottom of page